der musiker

live on stagemeine größte leidenschaft ist die musik. ob live on stage, im proberaum oder meinem kleinen homestudio – das kreative spiel mit wort und ton ist für mich unverzichtbar geworden.

anfangs waren es kurzgeschichten und meine funktion als gruppenbuchschreiber in der klasse (eine art chronist für klassenfahrtsberichte und soli-einsätze). während des abiturs kam die mitarbeit bei der schülerzeitung und später ein lokales jugendblatt.

mit der lyrik -oder textdichten- begann ich irgendwann in meiner teenagerzeit (1992/93) – ungefähr zeitgleich mit meinen ersten bewussten kontakten mit der hiphop-kultur. 1994 begann ich dann auch, meine ersten eigenen beats zu bauen: anfangs mit einem amiga 600 und dem trackerprogramm octamed, ab 1995 dann mit dem pc – zunächst mit trackern, später dann mit audiosequencern.

musikalisch spannend fand ich an der rapmusik immer, dass so ziemlich alle genres recyclet werden konnten und damit eine schier endlose auswahl an stilen möglich war. als mit dem verlagsdeal 1998 auch der druck stieg, sampleclean zu produzieren, begann ich aktiver, mich mit synthesizern auseinander zu setzen und meine hiphop-beats zu komponieren. das habe ich bis heute beibehalten und dabei einen ziemlich elektronischen und wie viele meinen auch recht eigenen sound entwickelt.

ich spielte seit 1993 in verschiedenen bands:

  • x-certificate (1993 – 99, rap/r&b),
  • sekt und kaviar (1995 – 1998, crossover/hc) und
  • fooga (2003 – heute, crossover/hc)

an musikprojekten kann ich auf…

  • flex able (1995, jazz/rap),
  • dub urban (1999 – heute, triphop/dub) und
  • b-roc (2010 – heute, rap/nerdcore)

…zurückschauen.

während mir als mcee live on stage ein mikrofon und eventuell noch mein stimmeffektgerät (digitech vocal 300) genügen müssen, hat sich mein kleines homestudio in den jahren zu einem recht kompakten, funktionellen, vielseitigen und prima abgestimmten minimonstrum gemausert. dank konsequent digitaler signalwege kann ich störfaktoren weitgehend ausschließen und bin zudem in der glücklichen situation, dass ich das routing komplett über die jeweilige software regeln kann – total recall ist soviel praktischer als die notizen, die ich mir noch vor neun jahren gemacht habe…

kanal 1,2
samplecell 1,2
synthbass
pre 12:00
hi 10:00
lo 14:00
vol -3

das studio

Yamaha DS2416 'DSP-Factory'den kern des systems bildet heute die mischpultsoundkarte ds2416 von yamaha (auch bekannt als “dsp-factory”), deren adat-option ax16t den dialog mit der pulsar-soundkarte (früher creamware, heute soniccore) ermöglicht. die pulsar fungiert mittlerweile vorwiegend als synthesizer- und effektkarte, kann aber auch als vollwertige in- und output-hardware für andere musikprogramme dienen und diese somit in den mix einspeisen. ebenfalls im verbund ist die sw1000xg (“xg-factory”) von yamaha, die als klangerzeuger ihren sound entweder mehrkanalig direkt an die ds2416 oder über spdif an die pulsar sendet.

diese zusammenstellung ermöglicht theoretisch auch ein latenzfreies anbinden externer effektgeräte, z.b. als insert. aber die mitgelieferten effektprogramme der ds2416 und der pulsar sind gut genug, dass ich darauf eigentlich nicht angwiesen bin – nicht zu schweigen von den möglichkeiten der vst- und direct-x-plugins im audiosequencer.

zur anbindung und aufnahme analoger klangquellen dienen die analogen eingänge der soundkarten. theoretisch könnte ich über jede der drei soundkarten “rein gehen”, da der verbund sich ja wechselseitig seine signale schicken kann – am ende bleibt diese aufgabe aber meist an der ds2416 hängen. warum auch kompliziert, wenn es einfach geht?

über ein adat-interface (korg soundlink 880 a/d) sind auch mehrkanalige aufnahmen möglich. alle analogen anschlüsse sind über die patchbay völlig flexibel einspeis-, abgreif- und routbar, auch als sidechain-signal für den kompressor oder direkt auf den monitormixer.

zur aufnahme der stimmen nutze ich aktuell zwei mikrofone: das günstige thomann-röhrenmikrofon t-bone sct700 sowie das dynamische shure beta 87. verstärkt wird das monitorsignal mit dem röhrenverstärker ultragain pro mic2200 von behringer. als noisegate und kompressor dient ein behringer autocom.

einen schematischen überblick über die möglichen signalwege im studio gibt folgende grafik. die konkreten einsatzszenarios ändern sich mit fast jedem projekt.

routing-schema

als sequencersoftware setze ich seit 1996 steinberg cubase in verschiedenen versionen ein. irgendwann bin ich bei cubase sx3 stehen geblieben – neuere versionen brachten für meinen workflow keinerlei sinnvolle verbesserungen mehr.

als primäre soundkarte wird wie gesagt die yamaha ds2416 eingesetzt, die ich über die c-console ds2416 software von c-mexx steuere. c-mexx meinten mir gegenüber zwar, dass die ursprünglich mit der karte ausgelieferte version mit windows xp nicht kompatibel wäre, meine erfahrung lehrt mich aber besseres.

die ds2416 empfängt signale via adat und spdif von der pulsar sowie über einen internen bus von der sw1000xg. in jedem mixprojekt können die aktuellen quellen individuell auf die mischpultkanäle gespeichert werden. die sounds und deren routing sw1000xg steuere ich mit dem “xg pad” und ”midiyoke“.

die pulsar hat ebenfalls eine steuerungssoftware, mit der das routing und der momentane einsatzzweck gesteuert werden können. ich besitze diese soundkarte seit fast 10 jahren und bin nach wie vor extrem begeistert von der flexibilität im studioeinsatz. lediglich die rechenpower der digitalen signalprozessoren (= “dsp”) könnte für manche meiner songs ein wenig üppiger ausfallen – aber wer weiß: vielleicht komme ich dank ebay ja irgendwann mal an die große schwester scope, die bei identischer schnittstellenausstattung über die vierfache dsp-power verfügt und mit der selben software bedient wird.

hier ein screenshot der c-console…

c-console

…und der “pulsar”-steuerungsoberfläche:

scope fusion platform 4.5

insgesamt böte mir dieses soundkartengespann bereits ausreichend möglichkeiten der klangerzeugung, -manipulation und -mischung … wohlgemerkt: ohne den prozessor des host-pcs merklich zu belasten.

TC Powercore PCIund damit kommen wir zum nächsten kollegen: der tc powercore pci. hierbei handelt es sich nicht wirklich um eine soundkarte, sondern vielmehr um eine dsp-basierte rechenkarte für gnadenlos gut klingende effekte aus dem traditionshaus tc electronics. das gute stück bietet keine externen schnittstellen und meine softwarelizenz umfasst auch nur eine handvoll effekte sowie einen einzigen synthesizer, aber die haben es in sich. allesamt sind sie per vst in cubase eingebunden und für mich unverzichtbar geworden.

das alles ist nix für nostalgiker, und eine weile schwomm ich selbst auf der “anti-alles-in-die-kiste-welle” mit. aber wer den entstehungsprozess der musik streng pragmatisch betrachtet, dem wird es letztendlich auch egal sein, ob die algorithmen den klang in einem tasten- oder rackinstrument berechnen oder eben gleich “auf der kiste” und dann sogar verlustlos direkt am softwaremischpult anliegend.

als abhöre dient mir momentan eine kleine batterie unterschiedlichster hifi-boxen (u.a. creative labs inspire t7700) und meine kopfhörer (beyerdynamic dt770). die nächste anschaffung werden aber wieder aktive monitore sein.

als host-pc für das team dient mir ein asus p5gc (6 pci-steckplätze!) mit pentium d 945 und 4 gb ram. als betriebssystem setze ich nach wie vor ein 32-bit windows xp ein – ein upgrade ist nicht geplant, denn neuere windows-versionen funktionieren mit einigen meiner soundkarten nicht mehr.

seit jahren sammle ich alte sound-hardware, die entweder ausrangiert wurde, weil der treibersupport auslief oder in einem anfall von nostalgie bei ebay ersteigerte…

  • Digidesign SampleCell II ISAdie digidesign samplecell 2 isa ist eine 8-kanal-sampleplaypackarte. mit ihr arbeitete ich in den 90ern. sie ist in einem alten pc eingeschraubt und soll es mir demnächst erlauben, meine werke aus dieser zeit neu aufzulegen.
  • die creative labs soundblaster awe 32 war meine erste “bessere” soundkarte und hängt im selben pc wie die samplecell. auch sie wird benötigt, wenn ich meinen klang der 90er originalgetreu reproduzieren will.
  • die guillemot maxi studio isis wurde damals wegen ihrer guten wandler gelobt. sie soll mir als hochwertige midi-, audio- und spdif-schnittstelle dienen.
  • mein alter commodore c64 wurde vor mehr als eineinhalb jahrzehnten eingemottet. ich habe ihn mit der mssiah midi cartridge ausgestattet und setze ihn nun als 8bit synthesizer ein.
  • auch ein commodore amiga 1200 mit turbokarte wurde gebraucht nachgekauft. er soll ebenfalls per midi angebunden und als 8bit sampleplayer eingesetzt werden.

die referenzen

vor genau 15 jahren wurde der erste tonträger mit einer aufnahme von mir veröffentlicht. hier eine auflistung aller releases, an denen ich bis heute mitgewirkt habe (von neu nach alt):

fooga "violence?" 2009:
fooga “violence?” [1,3,5]
[kaufen]
kimoe "non plus ultra" 2008:
kimoe “non plus ultra”
· dub urban d&b-mix [4]
[kaufen]
fabz & dub urban "zu faul für ein album remix ep" (online-ep) 2008:
fabz & dub urban “zu faul für ein album remix ep” (online-ep) [4,5]
[kostenlos downloaden]
fabz "zu faul für ein album ep" (online-ep) 2008:
fabz “zu faul für ein album ep” (online-ep)[5]
[kostenlos downloaden]
s. sanchez & k. defenili "ab 18" (cd) 2006:
s. sanchez & k. defenili “ab 18? (cd)[5]
· versch. titel [2,3]
silva sanchez "23" (cd) 2006:
silva sanchez “23? (cd) [2,3,5]
· “beweg deinen körper” [1]
diverse "rap rays & things v1.0" (sampler) 2005:
diverse “rap rays & things v1.0? (sampler)[5]
· dub urban vs. fooga “be careful” (remix)[4]
fooga "raw solution" (lp-cd) 2005:
fooga “raw solution” (lp-cd) [1,3,4,5]
[promo-cd kostenlos downloaden]
pablow "ab 18" (cd) 2004:
pablow “ab 18? (cd) [4,5]
silva sanchez "fire" (online-maxi) 2004:
silva sanchez “fire” (online-maxi)[1,2,3,4,5]
[kostenlos downloaden]
dub urban "nature techniques" (online-lp) 2004:
dub urban “nature techniques” (online-lp)[1,2,3,4,5] [kostenlos downloaden]
rawsolution "be careful" (online-maxi) 2004:
rawsolution “be careful” (online-maxi)[1,5]
[kostenlos downloaden]
cosi one "zurück in die zukunft" (tape) 2003:
cosi one “zurück in die zukunft” (tape)[5]
masterplan "bn" (cd) 2002:
masterplan “bn” (cd)[5]
rapmatickz "bestand" (tape) 2002:
rapmatickz “bestand” (tape) [2,3,5]
ruskadi - chillsound vol. 2 2001:
ruskadi – chillsound vol. 2 (tape)
· versch. titel von dub urban [1,2,3,5]
just rockin’ (sampler) 2001:
just rockin’ (sampler)
· aufnahmezustand “der aufnahmezustand”
(duburban edit) [4]
d.n.w. - alles nur aus langeweile (tape) 2000:
d.n.w. – alles nur aus langeweile (tape)
· “fieber” [3]
reimliga - das tape (tape-sampler) 1999:
reimliga – das tape (tape-sampler)
· x-cee “1000 stimmen” [1,3,5]
aufnahmezustand feat. dj mk-one (maxi) 1999:
aufnahmezustand feat. dj mk-one (maxi)
· “schluss mit u” [2,3]
beastside sampler no.1 (sampler) 1998:
beastside sampler no.1 (sampler)
· x-cee “radio” [1] [cd kaufen]
undersound newcomer festival (sampler) 1997:
undersound newcomer festival (sampler)
· x-cee “titanic” [1],
· x-cee “komm komm” [1]
u-20 bandfestival (sampler) 1997:
u-20 bandfestival (sampler)
· s.u.k. “zeit des abschieds”[1],
· s.u.k. “suicide solution” [1]
rap für courage (sampler) 1996:
rap für courage (sampler)
· x-cee “lächelnd gehn wir unter”[1],
· x-cee “ebony & ivory”[1,2]
rock pop jazz festival (sampler) 1995:
rock pop jazz festival (sampler)
· flex able “cantaloop” [1]

[1] – gesang
[2] – komposition
[3] – aufnahme, mix
[4] – remix
[5] – mastering

weitere informationen zu meiner musikalischen arbeit findet ihr in meiner blogrubrik “der musiker” – hier mache ich auf konzerttermine, neue musikprojekte und veröffentlichungen aufmerksam und poste auch die eine oder andere demo-mp3.

abgesehen davon gibt es noch die webseiten des “musiqus”-weblabels und -netzwerkes: musiqus.org und musiqus.net … einfach mal reinschauen und vielleicht den einen oder anderen rss-feed abonnieren. :-)

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