einsteins traum

Volker J. Becker - Gottes Geheime Gedanken
Robert B. Laughlin - Abschied von der Weltformel
Brian Greene - Der Stoff, aus dem der Kosmos ist
Stephen W. Hawking - Die kürzeste Geschichte der Zeit

ich habe diesen sommer zur naturwissenschaft zurückgefunden. so begeistert, wie ich seitdem ein buch nach dem anderen verschlinge, war ich vielleicht vor 20 jahren einmal. das mag zum einen an dem thema liegen, sicher aber auch an den erzählern. als ich nämlich in der neunten klasse auf das gymnasium wechselte, war dieses feuer noch da. irgendwie schafften es aber die alten pauker, mir auch das letzte quäntchen freude an derlei themen zu veröden. wie dem auch sei — aus mir ist ja trotzdem was geworden. ;-)

albert einstein hatte, nachdem seine theorien allgemeine anerkennung fanden, bis zu seinem lebenswende das ziel verfolgt, eine grundlegende vereinheitlichung aller physikalischen kräfte zu finden, “gott in die karten zu schauen”. meiner auffassung nach beging er dabei den grundlegenden fehler, die erkenntnisse aus der neuen theorie der quantenmechanik nicht ernst genug zu nehmen und nicht ausreichend in seine berechnungen einzubeziehen. heute, etwas mehr als 100 jahre nach der speziellen relativitätstheorie, ist das thema wieder en vogue und die vertreter der verschiedenen wissenschaften gehen es auf ihre art an. interessant ist dabei, dass das vordringen in immer kleinere maßstäbe selbst gestandene naturwissenschaftler fast in metaphysische schwärmereien (nicht abwertend gemeint) abdriften lässt.

den beginn nahm daher volker beckers “gottes geheime gedanken, ein sehr gut geschriebener versuch, den aktuellen stand der modernen physik mit den vorstellungen fernöstlicher mystik in einklang zu bringen. das eis war wieder gebrochen und ich dürstete nach mehr… :-D

nun folgte “abschied von der weltformel von robert b. laughlin, in dem der physiknobelpreisträger mit viel charme und anhand interessanter bilder eine diskussion vorweg nahm, auf die ich erst durch sein buch stieß. interessante beiträge zu dieser diskussion um die “weltformel” sind auch:

einer der von laughlin kritisierten physiker, die sich der suche nach der erfüllung einsteins traumes von einer alles erklärenden “weltformel” verschrieben haben, ist brian greene. sein wohl bekanntestes buch ist “das elegante universum” — ich entschied mich jedoch für das etwas neuere “der stoff, aus dem der kosmos ist. ich wurde förmlich mitgerissen von seiner wirklich ansteckenden begeisterung für das fach. wer sich auch optisch einen kleinen eindruck vom thema verschaffen will, dem seien folgende youtube-videos ans herz gelegt:

da sich die bereits genannten büchern oft auf stephen hawkings “eine kurze geschichte der zeit”bezogen, entschloss ich mich, auch hier nachzuhaken, wählte jedoch die aktualisierte version “die kürzeste geschichte der zeit. auch dieses buch ist interessant geschrieben, kann jedoch vom schreibstil her nicht so begeistern wie brian greene. insgesamt erscheint mir das thema bei greene einfach besser angegangen. der fairness halber muss man aber bemerken, dass das ursprüngliche buch von hawking nun schon bald 20 jahre alt ist und wohl auch deshalb ein wenig von greenes zeitgemäßem “entertainment” vermissen lässt.

insgesamt hat sich für mich eine neue und sehr interessante welt aufgetan. dafür, dass ich sonst nie wirklich ein bücherfan war, warten noch immer einige bücher darauf, von mir gelesen zu werden. ich denke also, ich werde hier noch ein paar weitere titel näher vorstellen.

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